Kommunitäten im Dialog mit der EKD

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Der Dialog der evangelischen Kommunitäten mit den Landeskirchen und der Kirchenleitung der EKD hat sich in den vergangenen 30 Jahren intensiviert.

Bereits in einer 1979 veröffentlichten Studie wurde auf den Beitrag der Kommunitäten zur evangelischen Spiritualität hingewiesen. Inzwischen gelten geistliche Gemeinschaften und kommunitäre Lebensformen als eine unverzichtbare „Sozialgestalt“ der Kirche im protestantischen Selbstverständnis: nicht als Alternative zur parochialen Gemeindestruktur, sondern als eine Ergänzung, die einen wichtigen Beitrag zur Arbeit der Kirche auf dem Gebiet der Ökumene, Seelsorge und der Diakonie leistet. Kommunitäten und geistliche Gemeinschaften stellen ein Kontrastprogramm zur „metaphysischen Einsamkeit“ (Heinrich Vogel) des postmodernen Menschen dar. Indem sie die Welt bejahen, ohne in ihr aufzugehen, setzen sie innovative und heilsame Akzente.

Durch die verbindliche und lokal konzentrierte Lebensform können Kommunitäten einen besonderen Beitrag leisten zur

  • fruchtbaren Gestaltung der Gabenvielfalt
  • Erweiterung der spirituellen Angebote
  • Stärkung und Inspiration des Gemeindelebens

Umgekehrt bietet den Kommunitäten die Einbettung in den landeskirchlichen Kontext einen wichtigen Rückhalt im Umgang mit den spezifischen Gefährdungen, denen das verbindliche Leben ausgesetzt ist, wie z.B.:

  • die Versuchung, die eigenen Lebens- und Arbeitsumstände als die „eigentliche“ Form christlichen Lebens überzubewerten
  • durch die Verzahnung der Bereiche von Hierarchie und Spiritualität in ungute Strukturen und Abhängigkeiten zu schlittern.

Im EKD Texte 88 finden Sie ausführliche Informationen über das Verhältnis zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland und den evangelischen Kommunitäten und geistlichen Gemeinschaften.